Über den Blog

Wenn ihr Fragen, Anregungen, Ideen für Artikel oder sonstige Anmerkungen habt, könnt ihr uns unter kontakt@rosareloaded.de anschreiben.

 

2013 haben wir beschlossen, uns stärker in die Diskussion um Geschlechterpolitik im Netz einzumischen. Allein in der Medienlandschaft hierzulande und durch internationale Ereignisse wurden uns gleich eine Menge Themen geliefert.

Uns, das sind Aktivist*Innen, Autor*Innen, Que(e)rdenker*Innen und Marxist*Innen, die bei der SAV (Sozialistische Alternative) und deren internationalem Zusammenschluss CWI (Committee for a Workers International) organisiert sind. Aktiv sind wir in Gewerkschaften, der Partei die LINKE, sozialen Bündnissen, Kommunalen Parlamenten und überall dort, wo sich Menschen gegen soziale Ungerechtigkeiten zur Wehr setzen.

“…die Frage der Frauenemanzipation keine isoliert für sich bestehende …, sondern ein Teil der großen sozialen Frage

Wir knüpfen an den marxistischen Ansätzen der Frauenbewegung an. Diese haben deutlich gemacht, dass wirkliche Gleichberechtigung und die Befreiung von Unterdrückung nur in einer echten sozialistischen Demokratie existieren können. Der Kampf um jede einzelne Verbesserung macht nur langfristig Sinn, wenn auch für eine antikapitalistische Perspektive eingetreten wird.

Dennoch: Jeder einzelne Artikel, der Unterdrückung anprangert, jede kleinste Verbesserung, sei es der Erhalt von Frauenhäusern, medizinischen Einrichtungen und jede Lohnangleichung ist für uns unterstützenswert. Gleichzeitig denken wir, dass die Besitzenden im Kapitalismus kein Interesse an einer permanenten Gleichstellung haben. Sie werden ihre Mittel nutzen, um Privilegien für die einen und Nachteile für andere Schichten der Gesellschaft zu festigen, um ihre Herrschaft zu sichern, sei es durch Rollenklischees, Gesetze, Medienhetze, und dergleichen mehr.

Das bedeutet: Es macht keinen Sinn für jedes einzelne Kuchenstück immer wieder zu kämpfen, wenn wir nicht auch die ganze Bäckerei in Besitz nehmen wollen. Ohne Frage wird der Kuchen danach umso besser schmecken.

Wir denken umgekehrt auch, dass der Kampf für eine andere Gesellschaft nicht ohne den gleichzeitigen Widerstand gegen Sexismus, Homophobie, Trans*phobie und Rassismus – auch in den eigenen Reihen – möglich sein wird. Nur wenn sich alle unterschiedlich unterdrückten Schichten solidarisieren können und alle politischen Probleme und Fragen offen diskutiert werden, wird unser Weg ans Ziel führen.

Wir sind bereit uns auf die Diskussion einzulassen, uns und andere zu hinterfragen. Wir wollen dafür hier einen weiteren Raum zu schaffen, Materialsammlungen liefern, Geschichte(n) recherchieren, Profile von linken Aktivist*Innen darstellen und mit euch Perspektiven auf eine neue Gesellschaft, frei von Unterdrückung, Ausbeutung, Spaltung entlang von Privilegien entwickeln.

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