Erste Demonstration gegen Sexismus in der Werbung

Am 1. September versammelten sich über 1000 Menschen am Brandenburger Tor, um gegen Sexismus in der Werbung zu demonstrieren. Aufgerufen zum Protest hatte die Initiative Pinkstinks zusammen mit vielen anderen Gruppen. Die Demonstration fiel zusammen mit dem Abschluss der Kampagne für eine Petition an den Werberat, in der gefordert wird, sexistische Werbung zu unterbinden und Außenwerbung aus der Sicht von Kindern zu bewerten. Stevie Schmiedel von Pinkstinks erklärte, wie Werbung diskriminierende Rollenklischees erzeugt. Die Redaktion vom Missy Magazine machte das beispielsweise an den verschiedenen Chipssorten fest, die jetzt für „Männer- und Mädelsabende“ beworben werden. Der Protest zog jedoch ausgehend von

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Irland: Kürzungspolitik und Zunahme häuslicher Gewalt*

  *Triggerwarnung: Artikel enthält explizite Darstellung von Gewalt und Übergriffen Ein Kommentar zum Jahresbericht der irischen Frauenrechtsorganisation „Women´s Aid“ von Joe Higgins, irischer Parlamentsabgeordneter der „Socialist Party“ (Schwesterorganisation der SAV und Sektion des CWI in Irland) „Bei häuslicher Gewalt handelt es sich um ein schweres Verbrechen gegen Frauen und Kinder in der Gesellschaft, aber auch um eines, das im Verborgenen stattfindet und kleingeredet wird“, so die Worte von Margaret Martin, der Vorsitzenden von „Women’s Aid“, bei der Vorstellung des Jahresberichts ihrer Organisation für das Jahr 2012. In ihrer Einleitungsrede anlässlich der Veröffentlichung des Jahresberichts ergänzte sie: „Die Leute fragen oft, warum

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„Nein Jungs, das ist definitiv nicht die beste Werbung aller Zeiten!“

von Marianna Tsakiri, Xekinima     Dieses Bild wird in letzter Zeit ständig auf Facebook gepostet, mit dem Kommentar „Vielleicht die beste Gebrauchtwagen-Werbung aller Zeiten“. Das Foto ist tatsächlich eine Werbung für Gebrauchtwagen, obwohl es nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist. Der Slogan lautet „Du weißt, dass du nicht der Erste bist, aber stört dich das wirklich?“ Viele werden sagen, dass wir uns unnötig aufregen, dass es nur ein Bild von einer Frau mit einem sehr schönen Körper sei, das Aufmerksamkeit schafft und dass es nicht so wichtig wäre. Aber wir regen uns auf, denn diese Werbung geht

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Barbie-Haus: Linksjugend legt den Finger in die Wunde

Medienhype um Proteste gegen das Barbie Dreamhouse Das ursprünglich für März geplante Barbiehaus eröffnet im Mai und präsentiert auf 2.500 Quadratmetern ein Frauenbild, in dem Kochen, Schminken, Singen und Gut Aussehen die volle Erfüllung für Frauen ist. Dagegen hat die Linksjugend [’solid] Berlin Kreuzkölln die Initiative „Occupy Barbie-Dreamhouse“ gegründet. Sie planen Proteste und erfahren eine ungewöhnliche Medienpräsenz. von Michael Koschitzki, Berlin. Zuerst erschienen auf sozialismus.info Erstmalig hatte die Linksjugend [’solid] Gruppe Berlin Kreuzkölln beim Aktionstag „One Billion Rising“ im Februar mit Flugblättern für eine Veranstaltung „Barbie: Eine Puppe zur Frauenunterdrückung?“ geworben. Daraus ist die Initiative „Occupy Barbie-Dreamhouse“ entstanden. Ihr gehören

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Occupy Barbie-Dreamhouse und dessen Kritik – ein Dialog

von René, Mitglied der SAV und aktiv gegen Sexismus Vorrede Im Rahmen der geplanten Eröffnung von „Barbie, The Dreamhouse Experience“, einer 2500m² großen Wanderausstellung mit Auftakt in Berlin, und dem geplanten Protest dagegen, gab es bereits einiges an Berichterstattung in verschiedenen Medien (z.B. Tagesspiegel, Spiegel Magazin, junge Welt). Eine Reaktion darauf war eine Fülle an Kommentaren zu diesen Artikeln. Die Bandbreite reichte von Unterstützung über solidarischer und inhaltlicher Kritik bis hin zu groben Beleidigungen und Totalitarismus-Vorwürfen, die selbst nicht davor zurückschreckten, die OrganisatorInnen von „Occupy Barbie-House“ als rotgetünchte Faschist*innen zu bezeichnen, die ihre Maske ablegen sollten, um Hakenkreuzbinde und SS-Uniform

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