Eine sozialistische Perspektive auf die Sexindustrie und Prostitution

von Laura Fitzgerald, Aktivistin von ROSA und der Socialist Party (CWI in Irland) *Triggerwarnung: Artikel enthält explizite Darstellung von Gewalt und Übergriffen In Nord- und Südirland erwägen die Regierungen Gesetzesänderungen im Zusammenhang mit Prostitution. Laura Fitzgerald beteiligt sich an der Debatte um die Sexindustrie und erklärt ihre Haltung zur Frage, wie sich Sozialist*innen dazu verhalten sollten. Die Sexindustrie ist einer der am schnellsten wachsenden legalen und illegalen Wirtschaftszweige der Welt. Prostitution und die Sexindustrie insgesamt müssen im Kontext der bestehenden Geschlechter- und Klassenunterdrückung und der Ungleichheit im existierenden Kapitalismus betrachtet werden. Die Mehrheit derer, die Sex verkaufen sind weiblich, und

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Irland: Kürzungspolitik und Zunahme häuslicher Gewalt*

  *Triggerwarnung: Artikel enthält explizite Darstellung von Gewalt und Übergriffen Ein Kommentar zum Jahresbericht der irischen Frauenrechtsorganisation „Women´s Aid“ von Joe Higgins, irischer Parlamentsabgeordneter der „Socialist Party“ (Schwesterorganisation der SAV und Sektion des CWI in Irland) „Bei häuslicher Gewalt handelt es sich um ein schweres Verbrechen gegen Frauen und Kinder in der Gesellschaft, aber auch um eines, das im Verborgenen stattfindet und kleingeredet wird“, so die Worte von Margaret Martin, der Vorsitzenden von „Women’s Aid“, bei der Vorstellung des Jahresberichts ihrer Organisation für das Jahr 2012. In ihrer Einleitungsrede anlässlich der Veröffentlichung des Jahresberichts ergänzte sie: „Die Leute fragen oft, warum

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Indien: Vergewaltigung ist alltäglich

Frauenunterdrückung in Indien ist tief im feudalen Kastensystem und Kapitalismus verwurzelt von Shital Alhat & Sarika Chavan (Aktivistinnen aus Pune, CWI-Indien). Massenvergewaltigungen in Delhi haben vor kurzem große Proteste ausgelöst, die sogar von den Medien aufgegriffen wurden. Das Parlament musste darauf Bezug nehmen und die Regierung war gezwungen ein paar Gesetze zum Schutz von Frauen vor Sexualverbrechen zu erlassen. Und doch sind solche Fälle nichts Ungewöhnliches. In der Zeit nach dem Massenaufschrei, zwischen 1. Jänner und 15. Februar 2013, wurden 181 Fälle von Vergewaltigung gemeldet. Die Opfer reichten von einem vierjährigen Kind bis hin zu einer 60jährigen Frau. Letztes Jahr

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