„Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats“ – Friedrich Engels und die Befreiung der Frau

130 Jahre sind seit der Erstveröffentlichung des Buches „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats“ von Friedrich Engels vergangen. Für MarxistInnen war der Text lange ein bedeutender Beitrag zur Erklärung der Ursprünge der Unterdrückung der Frau. Kritisiert wurde das Werk von denen, die andere Erklärungen dafür bevorzugen, dass Frauen in der Gesellschaft als Menschen zweiter Klasse behandelt werden. von Christine Thomas Im Vorwort der ersten Ausgabe zu „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates“ erklärt Friedrich Engels bescheiden, seine Arbeit könne nur „einen geringen Ersatz bieten für das, was meinem verstorbenen Freunde [Karl Marx] zu tun

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Neue Broschüre: Revolution und Frauenbefreiung

Die Sozialistische Alternative – SAV gibt Texte von Leo Trotzki zur Situation von Frauen nach der Russischen Revolution neu heraus, die seit vielen Jahrzehnten nicht mehr veröffentlicht worden sind. Wir veröffentlichen auf rosareloaded.de die Einleitung der Broschüre. Die Broschüre selbst kann hier bestellt werden. Einleitung Der französische Frühsozialist Charles Fourier sagte zu Beginn des 19. Jahrhunderts einmal, dass sich der Fortschritt einer Gesellschaft nach der Stellung der Frau in ihr bemessen ließe. Welches Zeugnis dies der bürgerlichen Gesellschaft gibt, darüber brauchen wir wohl keine weiteren Worte zu verlieren. In Deutschland 2014, also in einem der reichsten Länder der Welt, verdienen

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Die Saat der Ungleichheit

On the Origins of Gender Roles: Women and the Plough von Alberto Alesina, Paolo Giuliano und Nathan Nunn, Institute for the Study of Labor, 2011 Rezension von Claire Laker-Mansfield Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus. Wir sind einfach unterschiedlich gestrickt. Frauen sind von Natur aus fürsorglich und emotional und am Besten für das Austragen und die Erziehung von Kindern oder für die Versorgung der Kranken und Alten geeignet. Männer sind dominant und denken logisch, sie sollten sich aufs Geldverdienen konzentrieren. Männer haben eine natürliche Neigung zur Führung, deshalb dominieren sie in Politik und Wirtschaft. Geschlechterrollen sind unerschütterlich und

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„The Times of Harvey Milk“

Anlässlich des Kinostreifens „Milk“ von Gus Van Sant („Drugstore Cowboy“, „My Private Idaho“, „Last Days“) mit Sean Penn in der Titelrolle lohnt sich ein Blick afuf den 25 Jahre alten Dokumentarfilm von Aron Amm Der von Robert Epstein 1984 gedrehte Film beginnt mit der öffentlichen Erklärung der Stadtratsvorsitzenden von San Francisco, Dianne Feinstein, im Jahr 1978: „Der Bürgermeister George Moscone und der Stadtrat Harvey Milk sind tot. Beide wurden im Rathaus erschossen. Haupttatverdächtiger ist der Ex-Stadtrat Dan White.“ Umrahmt von Gesprächen mit Weggefährten Milks und anderen Zeitzeugen lässt Epstein daraufhin Harvey Milks Leben und sein politisches Engagement Revue passieren. Wer

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