Clara Zetkin: Vorkämpferin der proletarischen Frauenbewegung

Heute vor 80 Jahren starb Clara Zetkin. Sie trug entscheidend zum Aufbau der sozialistischen und (nach dem Ersten Weltkrieg) kommunistischen Frauenbewegung in Deutschland und international bei. Der Internationale Frauentag am 8. März geht auf ihre Initiative zurück.von Wolfram Klein Ihr Vater, Gottfried Eisner, war Sohn eines Tagelöhners und hatte es schon mit 16 zum Dorflehrer von Wiederau gebracht. Das hieß damals, hundert in einem Raum zusammengepferchten Kindern Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen. Er war ein gläubiger protestantischer Christ, der versuchte, durch persönliche Mildtätigkeit die Welt zu verbessern. In zweiter Ehe hatte er Josephine Vitale geheiratet, deren Vater Jean Dominique durch

Weiterlesen »

Zwischen Revolution und Konterrevolution – Zur Geschichte der Frauenbewegung

von Laura Rafetseder, Wien Die Idee für einen kämpferischen „Frauentag“ der Arbeiterinnen stammt aus den USA. Verschiedene Ereignisse, die am 8. März stattfanden, verliehen diesem Tag für die dortigen ArbeiterInnen eine besondere Bedeutung. So traten 1909 in New York 20.000 Textilarbeiterinnen in den Streik. Nach zwei Monaten harter Auseinandersetzung und Tausenden Verhaftungen konnten sie ihre Forderungen durchsetzen. Am letzten Februar-Sonntag des selben Jahres veranstalteten US-amerikanische SozialistInnen zum ersten Mal einen landesweiten Frauen-Aktionstag für Wahlrecht und Sozialismus.Diese Idee wurde von den bekannten deutschen Sozialistinnen Clara Zetkin und Käte Duncker aufgegriffen. Auf ihre Initiative hin wurde auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz

Weiterlesen »

Marxismus und Feminismus

Im Jahr 2007 verdiente nach einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung eine Frau in Deutschland bei gleicher Tätigkeit durchschnittlich 22 Prozent weniger Geld als ein männlicher Kollege. Konkret bedeutet dies, dass eine Bankkauffrau im Schnitt 716 Euro weniger in der Tasche hat, eine Köchin 360 Euro und eine Großhandelskauffrau 504 Euro, um nur einige Beispiele zu nennen. von Tinette Schnatterer Das liegt zum einen daran, dass Frauen nach wie vor die Hauptverantwortung für Kindererziehung tragen und dadurch „Lücken im Lebenslauf“ vorweisen, aber auch daran, dass nach wie vor eine Lohndiskriminierung stattfindet. Dazu kommt, dass Frauen überdurchschnittlich oft in schlecht bezahlten Berufen, Teilzeit

Weiterlesen »