Repeal the 8th – der Kampf für ein Abtreibungsrecht in Irland

Interview mit Laura Fitzgerald von ROSA und Socialist Party Laura, du und andere Frauen aus der Socialist Party haben vor zwei Jahren ROSA gegründet. ROSA (for Reproductive rights against Oppression, Sexism & Austerity) kämpft für die Abschaffung des Abtreibungsverbots in der Republik Irland, das besonders durch das sogenannte „8th amendment“ in der Verfassung festgeschrieben ist. Welche Folgen hat das Gesetz für Frauen? Die Folge ist, dass täglich circa zwölf Frauen für eine Abtreibung aus Nordirland oder der Republik Irland die Grenze überqueren, meistens nach Großbritannien. So eine Reise kann mehrere hundert bis eintausend Euro kosten. Vor allem aber ist die

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Internationaler Protest für Abtreibungsrecht in Irland

Über 50 TeilnehmerInnen versammelten sich am Brandenburger Tor Für den 28. Oktober rief die irische Frauenrechtsorganisation ROSA(for Reproductive rights, against Oppression, Sexism and Austerity) zu einem internationalen Aktionstag auf, um für das Recht auf Abtreibung und gegen die Diskriminierung der Frau zu kämpfen. von Tim Brandes, Berlin Der 28. Oktober war der zweite Todestag von Savita Halapannavar. Die in Irland lebende Ärztin hatte vor zwei Jahren mehrfach vergeblich um einen Schwangerschaftsabruch gebeten, da sie unter starken Schmerzen litt und der Fötus nicht lebensfähig war. Er wurde ihr verweigert, da „Irland ein katholisches Land“ sei. Sie starb am 28.Oktober 2012 an

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„Yo Decido“: Das Recht auf Abtreibung in der Krise

Hunderttausende protestierten in Madrid gegen den Gesetzesentwurf der konservativen Rajoy-Regierung zur Verschärfung des Abtreibungsrechts in Spanien. Einer Umfrage der Zeitung „El Periódico de Catalunya“ zufolge sind 80 Prozent der SpanierInnen gegen das neue Abtreibungsgesetz. von Katharina Doll, Hamburg Erst 2010 wurde das Abtreibungsgesetz in Spanien gelockert – der Schwangerschaftsabbruch bis zur 14. Woche wurde legalisiert. Das soll nun wieder zurückgenommen werden, ersetzt durch eine sogenannte „Indikationslösung“. Das bedeutet, dass künftig nur noch Abtreibungen nach Vergewaltigungen oder bei besonders gravierenden gesundheitlichen Risiken erlaubt sein sollen. Das bedeutet auch, dass selbst das Recht von Minderjährigen ohne elterliche Einwilligung, das 2010 eingeführt wurde,

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“Entscheidungsfreiheit”?

Am 26. Juni 1992 wurde das “Gesetz zum Schutz des vorgeburtlichen/werdenden Lebens, zur Förderung einer kinderfreundlicheren Gesellschaft, für Hilfen im Schwangerschaftskonflikt und zur Regelung des Schwangerschaftsabbruchs” – kurz Schwangeren- und Familienhilfegesetz – verabschiedet. Die Fristenregelung mit Beratungspflicht wurde der medizinischen sowie kriminologischen Indikation hinzugefügt – Schwangerschaftsabbrüche, die aus sozialen oder persönlichen Gründen durchgeführt wurden, wurden für straffrei erklärt. von Nica Markin, Berlin Es dauerte zwei Jahre, bis im Einigungsvertrag nach der Wende eine Regelung gefunden werden konnte, die zwischen den sehr unterschiedlichen Gesetzeslagen der 2 Länder einen Kompromiss fand. Bis die endgültige Einigung vollzogen wurde, galt das DDR Gesetz “über

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