Buchtip: „Rosie und die Suffragetten“

von Torsten Sting Das Buch spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die junge Arbeiterin Rosie verschlägt es von der nordenglischen Provinz in die Weltmetropole London. Durch Zufall landet sie als Haushaltshilfe bei der führenden, bürgerlichen Feministin Emmeline Pankhurst. Hier erlebt sie hautnah deren Kampf um das Frauenwahlrecht. Das Buch schildert packend die damaligen, harten Lebensumstände der lohnabhängigen Menschen im Allgemeinen und jene der Frauen im Besonderen. Man bekommt einen guten Einblick in den Kampf der Frauen um das Wahlrecht. Immer wieder wird mit Demonstrationen, Petitionen und Gesprächen mit männlichen Regierungsvertretern versucht das Ziel zu erreichen. Mit immer neuen Tricks verhindern dies die

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So wurden die „Kings“ gestoppt

Frauenfeindliche Organisationsversuche verhindert – aber keine Entwarnung von Christian Walter, Aachen Für Samstag, 6. Februar, waren weltweit Vernetzungstreffen einer frauenfeindlichen, Vergewaltigungen befürwortenden Gruppierung geplant (Wir berichteten: https://www.sozialismus.info/2016/02/return-of-kings-frauenfeindliche-offensive/). Durch massive Gegenwehr konnte das erfolgreich verhindert werden. Was war? Diese Initiative nennt sich „Return of Kings“ (Rückkehr der Könige) und vertritt ein abenteuerlich-mittelalterliches Frauenbild, nachdem die Frau Eigentum des Mannes sei. Darüber hinaus sind sie homophob, rassistisch, antisemitisch und neoliberal. Am deutlichsten wird ihre Gesinnung aber in der Forderung, Vergewaltigungen auf Privatgrundstücken sollten legalisiert werden. Darauf warten sie aber nicht: Ihr „Guru“ Valizadeh bringt Männern in Seminaren bei, wie Grenzen von Frauen

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Köln: Gegen sexuelle Gewalt und Rassismus

Stellungnahme der Sozialistischen Alternative Köln zu den sexistischen Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof in der Silvester-Nacht. In der Silvesternacht hat es rund um den Kölner Hauptbahnhof eine große Zahl gewalttätiger sexueller Übergriffe auf Frauen gegeben, oft verbunden mit anderen kriminellen Aktivitäten wie Taschendiebstahl. Nach den Schilderungen der Frauen, die Opfer dieser sexistischen Gewalt wurden, war es ein Alptraum. Bisher sollen 60 Strafanzeigen vorliegen, davon rund ein Viertel wegen der sexuellen Übergriffe. Da mutmaßlich viele Männer arabischer Herkunft an diesen Straftaten beteiligt waren, wittern rechtsextreme Gruppen ihre Chancen und nutzen die Situation, um gegen alle Flüchtlinge und Muslime zu hetzen. Es ist

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Ist Prostitution ein Menschenrecht?

von Katia Hancke, „Socialist Party“ (Schwesterorganisation der SAV und Sektion des CWI in Irland) Vor kurzem hat „Amnesty International“ erklärt, dass „Prostitution ein Menschenrecht“ ist. „Amnesty“ reiht sich dabei lediglich in eine ganze Reihe von Institutionen, prominenten Einzelpersonen und sogar Regierungen ein, die von dem Druck beeinflusst sind, die Sex-Industrie in den Rang der Normalität zu erheben. Es handelt sich hierbei um eine Agenda, die von den Zuhältern und einer wachsenden, weltweiten, mehrere Milliarden Dollar schweren Branche gepusht wird – schließlich ist sie es, die Ende davon profitiert. Mit dem postmodernen Dogma, das die Prostitution ihres realen Kontextes enthebt, wird versucht,

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Zorniger Feminismus und heiße Luft – Kritische Betrachtung des neuen Buchs von Laurie Penny

Laurie Penny wird in den Medien gehypt. Die Zeit betitelt sie als derzeit „wichtigste junge Feministin“1 , von Spiegel über taz bis zur FAZ wird über ihr neues Buch: „Unsagbare Dinge. Sex, Lügen und Revolution“ berichtet. Der Titel klingt kämpferisch. Ein feministisches Buch, das sich auch mit Revolution beschäftigt und eine relativ breite Öffentlichkeit erhält? Von Linda Fischer Als ich mir das Buch kaufe, wundert sich auch der Buchhändler an der Kasse über die mediale Aufmerksamkeit. Bereits in der Einleitung greift Laurie Penny den „Mainstream-Feminismus“ an und fragt sich wieso dieser so lau und feige bleibe. Sie erklärt, dass in

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