Barbie-Dreamhouse in Berlin?! Nicht mit uns!

Aufruf zur Demonstration am 16. Mai 2013 von Occupy Barbie-Dreamhouse

Am 16. Mai eröffnet in Berlin das Barbie-Dreamhouse. Auf 2500 qm, die besser für kostenlose Freizeitangebote genutzt werden sollten, können kleine Mädchen hier Cup-Cakes backen, Karaoke singen, sich schminken oder sich in Barbies begehbarem Kleiderschrank verlaufen. Wir wollen nicht, dass junge Mädchen bereits im Grundschulalter sexistischer Propaganda ausgesetzt werden. Darum protestieren wir friedlich – gegen die Eröffnung des Barbie-Dreamhouses am 16.5 in Berlin-Mitte und für eine Kindererziehung ohne Sexismus! Alternativen zu Barbie gibt es genug: von Pippi Langstrumpf bis Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen.

Um 15 Uhr treffen wir uns an der Weltzeituhr am Berliner Alexanderplatz. Es wird eine friedliche Demonstration rund um das Barbiehaus sowie eine Abschlusskundgebung geben. Mit Redebeiträgen und Schildern wollen wir auf problematische Rollenklischees des Barbiehauses, auf Diskriminierung von Frauen und mangelnde Freizeitkultur aufmerksam machen und über Alternativen reden.

Unser Protest richtet sich nicht gegen Eltern, die ins Barbiehaus gehen oder Kinder die mit Barbie spielen (obwohl eine reale Frau mit Barbies Proportionen magersüchtig wäre, nicht laufen könnte und nie ihre Menstruation bekommen würde.) Unser Protest richtet sich gegen das Frauenbild, das vom Barbie-Dreamhouse in Berlin vermittelt wird, gegen die Ausstellung und die gesellschaftlichen Zustände, wie das die Rolle der Frau ist immer gut auszusehen, zu putzen und zu kochen, die es repräsentiert.

Wir fordern:

→ Nein zum Barbie-Dreamhouse. Für Vielfalt in der Kindererziehung und kostenlose Freizeitgestaltung statt pinkem Einheitsbrei und Rollenklischees!

→ Für einen Aufschrei gegen Benachteiligung von Frauen: Für gleichen Lohn für gleiche Arbeit und gegen Benachteiligung von Frauen im Berufsleben, gegen die besondere Belastung von Frauen mit Haus- und Pflegearbeit, gegen frauenfeindliche Werbung und Medienbeiträge.

→ Nein zu Niedriglohn und prekären Beschäftigungsverhältnissen! Ein Großteil der Jobs im Niedriglohnsektor wird von Frauen verrichtet.

→ Für gemeinsamen Widerstand gegen Sexismus. Das Problem ist kein individuelles sondern ein gesellschaftliches. Solange im Kapitalismus davon profitiert wird, dass Frauen weniger verdienen und Hausarbeit verrichten, gibt es ein Interesse an der Benachteiligung von Frauen. Nur organisiert und gemeinsam können wir uns dagegen wehren.

Was hat das Barbie-Dreamhouse damit zu tun? Im Barbie-Dreamhouse wird ein Bild von Frauen repräsentiert deren einzige Aufgabe es ist besonders schön zu sein und sich um dem Haushalt zu kümmern. Wenn Barbie eine echte Frau wäre könnte sie weder aufrecht stehen noch überleben, aufgrund ihrer Proportionen. Hier wird bereits in der Kindheit ein Rollenklischee gefestigt, was sich dann durch das ganze Leben zieht.

Wenn ihr den Aufruf unterstützen wollt, schickt eine Mail an occupybarbiedreamhouse@gmail.com