Interview mit LaToya Manly-Spain von „Lampedusa in Hamburg“

LaToya ist aktiv in der Karawane in Hamburg. Sie gehört zum engeren Unterstützer*Innenkreis von „Lampedusa in Hamburg“ Seit wann bist du politisch aktiv? So etwa seit acht Jahren. Ich kam dazu aus eigener Erfahrung. Ich bin selbst Flüchtling aus einem Land in dem es Krieg gab, Sierra Leone, und war immer damit konfrontiert. Die Arbeit mit Migranten und Flüchtlingen mache ich seit ungefähr den letzten fünf Jahren. Was hat dich politisch geprägt? Ich selbst hatte Glück. 1992 bin ich nach Deutschland gekommen und mein erstes Visum war für mein Studium, deshalb musste ich keinen Asylantrag stellen. Vorher hab ich ein

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Sexismus und Kirche: wie der zweitgrößte Arbeitgeber Deutschlands mit Frauen umgeht

Am 19. Oktober veröffentlichte das britische Magazin „The Economist“ einen Artikel zur Affäre um Bischoff Franz-Peter Tebartz-van Elst. Der Artikel beschäftigt sich mit der Kritik an der staatlichen Finanzierung kirchlicher Einrichtungen in Deutschland, an denen viel mehr unerfreulich ist als nur Franz-Peter. Ein Kommentar Im Dezember 2012 weigerten sich zwei Kölner Krankenhäuser der katholischen „Stiftung der Cellitinnen zur Heiligen Maria“ eine Frau, die vergewaltigt wurde, zu untersuchen, da ihr zuvor von einer Ärztin die „Pille danach“ verschrieben worden war. Die Behandlung wurde ihr mit dem Hinweis verweigert, die Einnahme der Pille danach sei mit christlicher Moral nicht zu vereinen. Das

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„Some people think little girls should be seen and not heard but I think, oh bondage, up yours!“

“ I said that I wasn’t a sex symbol and that if anybody tried to make me one I’d shave my head tomorrow“ – Poly Styrene, später kurzhaarig Manche sehen X-Ray Spex als Vorläufer der etwa 15 Jahre nach ihrer Bandgründung 1977 einsetzenden riot grrrl-Bewegung. Anders als spätere riot-grrrl- Bands sahen sie sich selbst nicht als „exklusiv feministisch“, wohl eher als anti-kapitalistische Band, die vor allem Entfremdung und die Folgen des modernen Konsumverhaltens in ihren Texten thematisierten. Nichts desto trotz haben Inhalt und Auftreten der Band stark feministische Züge. Neben „Oh bondage, up yours!“ nähert sich zum Beispiel „Identity“ dem

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Stevie von Pinkstinks

  Lieblingsschokolade: Nougat! Nur fair trade! Viel! Lieblingsmensch: Alle, die Fehler menschlich finden… Lieblingskünstlerin: Sookee Lieblingswiderstandslied: One Billion Rising Was auf einer Demo nicht fehlen darf: Banner: „She cannot be what she cannot see!“ Was mich glücklich macht: Wenn es auf facebook gerade keinen Shitstorm gibt Was mich wütend macht: deutsche Kritikkultur: meckern, meckern, meckern! Was mir Mut macht: Lob und Unterstützung Wo ich mich in 20 Jahren sehe: jüngere Kampagnen beratend und mich freuend, dass lässige Frauen entspannt von Plakaten herunterschauen..das wär’s! Es wär super, wenn du noch ein paar Sätze über dich un Pink Stinks dazu schreiben kannst.

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And ain’t I a woman? Zu Django Unchained und der Stellung von Frauen in der US-amerikanischen Sklavengesellschaft

„When the true history of the anti-slavery cause shall be written, women will occupy a large space in its pages; for the cause of the slave has been peculiarly women’s cause.“ – Frederick Douglass   Der Artikel zum Download: and ain’t i a woman   Die „Versklavung“ der Frau „Die Sozialisten müssen vor allem wissen, dass auf der ökonomischen Abhängigkeit oder Unabhängigkeit die soziale Sklaverei oder Freiheit beruht“ sagte Clara Zetkin gleich zu Anfang ihrer Rede auf dem Internationalen Arbeiterkongress in Paris 1889. „Die moderne Familie ist gegründet auf die offne oder verhüllte Haussklaverei der Frau“ schrieb Engels 1884 in „Der

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